Jesús Hernández Aristu

Special (September 2003)


zum 60. Geburtstag


Karl der Große in Spanien

Jesús Hernández Aristu gewidmet zum 60. Geburtstag

von Heinz J. Kersting

Es hätte nahe gelegen, zu Ehren des Jubilars für das Festnetz einen wissenschaftlichen Beitrag aus unseren gemeinsamen Forschungs- und Arbeitsinteressen zur Supervision oder Organisationsberatung zu verfassen. Dass das nicht geschieht, hat seinen Grund: Jesús Hernández Aristu, vor 60 Jahren in Navarra geboren, hat mehr als zwanzig Jahre seines Lebens im Bistum Aachen verbracht, einer Gegend Deutschlands, die bis heute sehr von der Geschichte Karls des Großen (742 oder 747-814) geprägt ist. So wird z.B. in der Stadt Aachen in jedem Jahr am Sonntag nach dem 28. Januar, dem historischen Sterbedatum, das Fest des heiligen Stadtpatrons Karl feierlich begangen.


Dachrelief vom Karlsschrein, Dom zu Aachen:
Eroberung von Pamplona, zwischen 1182-1212

Auf dem Schrein Karls des Großen, der im Chor des Aachener Doms steht, sieht man auf einer der Dachplatten, die das Leben Karls erzählen, den fränkischen König mit seinen Rittern vor einer zerstörten mittelalterlichen Stadt stehen. Über der Stadt ist der Name Pampelun eingezeichnet. Pamplona ist die Hauptstadt von Navarra und auch dort ist das Andenken an die Herrschaft der Frankenkaiser Karl und Ludwig noch nicht ganz verschwunden. Noch heute wird im Norden Navarras der Ort Roncesvalles gezeigt, an dem Karl seine bedeutendste Niederlage erfuhr (vgl. Miranda García/Ramírez Vaquero 1999). Das Kloster Leire ist eine Gründung des Monasterium ad Indam in Kornelimünster nahe bei Aachen. So wie das Kloster in Kornelimünster das Reichskloster der Karolinger war, so war das Kloster Leire im Mittelalter das Reichskloster der Könige von Navarra, deren Äbte lange Zeit hindurch in Personalunion die Bischöfe von Pamplona stellten. Das Benediktinerkloster in Kornelimünster wurde von Karls Sohn, Ludwig dem Frommen zusammen mit Benedikt von Ariane als Musterkloster für die karolingische Klosterreform gegründet. Die Gründung des Klosters in Navarra sollte den römischen Geist und die karolingische Ordnung jenseits der Pyrenäen verwurzeln.


Roncesvalles, angenommener Ort der Rolandsschlacht

Seit meiner Emeritierung habe ich mich dem Studium der Geschichte zugewandt. So lag es für mich nahe, die erste Frucht meiner Liebhaberstudien meinem lieben Freund Jesús zu widmen, in dessen Heimat Navarra ich selbst seit mehr als 20 Jahren dank der Unterstützung von Jesús Hernández Aristu in meinem Beruf als Hochschullehrer im Bereich von Weiterbildung zur Supervision und Organisationsentwicklung und in der Lehre an der Universidad Publica de Navarra wirken durfte.

Über die gemeinsame Arbeit hinaus verbindet uns nämlich auch die gemeinsame Erfahrung und deutliche Prägung der Landschaften um Aachen und Pamplona. Landschaften sind Natur und Kultur. Wenn Menschen sich einer Landschaft reflektierend annähern, begegnen sie der Geschichte und den Geschichten, die in dieser Landschaft spiel(t)en und die Menschen sich über diese Landschaft erzählt haben und immer noch erzählen.

Von Karl dem Großen wird in beiden Landschaften erzählt. Es ist den Aachenern meistens nicht bewusst, dass in Navarra und in Spanien während des Mittelalters unterschiedliche Geschichten über den Mann erzählt wurden, der in Europa heute – und ganz besonders in Aachen – quasi als eine geschichtliche Gründerfigur der Europäischen Union gilt. Jahr für Jahr verkünden die KarlspreisträgerInnen im Rathaus zu Aachen, an der Stelle des ehemaligen Thronsaales Karls des Großen, den Ruhm dieses Kaisers.

Ich möchte dem Bild Karls des Großen im mittelalterlichen Spanien nachgehen. Ich habe dazu einige Karlsbiografien und eine Reihe Spezialliteratur gelesen. Da ich in meinem neuen Studiengebiet bisher und wahrscheinlich für immer ein Dilettant bleiben werde, lehne ich mich eng an die Forschungen des Kölner Historikers Ludwig Vones (vgl. z.B. 2003) an.

Bereits im 19. Jahrhundert wurde Karl der Große als Ursprungsgestalt an den Anfang einer jeden modernen europäischen Geschichte gestellt. Er wird von der Kirche als Heiliger verehrt, die Franzosen sehen in ihm ihren größten König. Die Deutschen betrachten ihn als ihren Landsmann und von den Italienern wird er als ihr Kaiser bezeichnet. Der Genfer Historiker Jean-Charles-Léonard Simonde de Sismondi (1821) erwähnt alle späteren Reiche, die aus dem Reich Karls des Großen hervorgegangen sind. Spanien jedoch wird nicht bedacht, obwohl Karl auch versucht hat, die Hispania in seinen Machtbereich einzubeziehen, so dass manche Forscher behaupten, zu Ende von Karls Leben habe es neben Katalonien im Nordwesten so etwas wie eine spanische Mark mit einer Hauptstadt Pamplona gegeben.[1] Auch in neueren Karlsbiografien wird die Spanienpolitik Karls nur gestreift und als "erste Krise der Königsherrschaft" vermerkt (Hägermann 2000: 155ff).

Im Mythos der Pyrenäenländer sind jedoch bis heute Spuren von Karls Spanienpolitik zurückgeblieben. Das verwundert nicht, zeigen sich doch hier an der Peripherie des karolingischen Herrschaftseinflusses in aller Deutlichkeit – trotz aller nachträglicher Verklärung Karls, zu der im Mittelalter die freie Reichsstadt Aachen, das Kapitel der Krönungskirche und in der Neuzeit das Karlspreisdirektorium der Stadt Aachen nicht unwesentlich beigetragen haben und letzteres immer noch Jahr für Jahr beitragen, die nackten kolonisatorischen Tendenzen der Karlsherrschaft.


Karlsbüste, Schatzkammer des Aachener
Doms, um 1360

Mit heutigen Augen betrachtet, beruhte die Herrschaft des "Vaters des Abendlandes", des "Leuchtturms Europas", wie Karl später apostrophiert wurde, zunächst einmal auf dem erfolgreichen Militärputsch seines Vaters Pippin gegen den rechtmäßigen und mit dem mythischen Königsheil begnadeten Merowingerkönig. Diesem Putsch hatte die geistliche Gewalt in der Gestalt des römischen Papstes mit einer Salbung ein himmlisches Mäntelchen umgelegt – eine auch für damalige Zeiten fragwürdige Hilfskonstruktion. Es handelte sich um eine ähnlich labile Legitimierung, die Franco als dem "Führer von Gottes Gnaden" durch die nationalkatholischen spanischen Bischöfe zugesprochen wurde. Die Herrschaft der Pippiniden stand auf recht wackeligen Füßen und war auch bei allen Erfolgen Karls vom Wohlwollen der Großen im Reich abhängig, die er mit immer neuen Landschenkungen ruhig halten musste. Das führte dazu, dass die Regierungszeit des großen Karls keine Friedenszeit war, sondern eine ständige Abfolge von Angriffskriegen. Für diese Expansionen und Kolonisationskriege ließ sich dank der bereits von seinem Vater inszenierten Allianz von Karolingerherrschaft und Papsttum, die sich auf diese Weise aufs Trefflichste wechselseitig legitimierten, stets eine religiöse Verbrämung finden. So war es auch in den Kriegen gegen die Sachsen. Diese halsstarrig im Heidentum verharrenden Germanen sollten zum fränkisch-römischen Christentum bekehrt werden, was dann auch mit Feuer und Schwert geschah.

Der Spanienfeldzug dagegen wurde viel nüchterner als ein Eroberungskrieg geplant, wenn er von Karl selbst als ein Präventivkrieg bezeichnet wurde. So schreiben die Reichsanalen: "Auch kamen zu diesem Reichstag [in Paderborn] Sarazenen aus Spanien, nämlich Ibn al ’Arabi und ein Sohn des Yusuf, was lateinisch Joseph heißt, sowie sein Eidam."[2] Offensichtlich hatte eine arabische Partei Karl dem Großen ein Bündnis gegen die Herrschaft der Omaijaden in Cordoba angeboten. Sulaiman, der Statthalter von Barcelona, hatte sich zusammen mit Freunden aus Zaragoza gegen den Kalifen Abdarrahman I. (756-788) erhoben. Das lässt sich auch aus den arabischen Quellen erschließen[3]. Karl ließ sich – ganz sicher nicht uneigennützig - herausfordern, diesem Hilfeersuchen statt zu geben. "Nach dem ihm von oben genannten Sarazenen gegebenen Versicherungen machte er sich damals und nicht umsonst Hoffnung auf die Gewinnung einiger Städte in Spanien; er bot ein Heer auf (und) zog im Lande der Waskonen über die Pyrenäen ...".[4]

Erst viel spätere Quellen nach Karls Tod (Mitte des 9. Jahrh.) behaupten, dass nordspanische Christen Karl motiviert hätten, den Zug über die Pyrenäen zu unternehmen, "um der unter dem harten Joch der Sarazenen leidenden Kirche mit Christi Hilfe beizustehen."[5] Zur Zeit Karls des Großen war davon noch nicht die Rede. Klaus Herbers (1988: 48) meint, die Tatsache, dass das Heer auf einem Reichstag aufgeboten worden war, deute darauf hin, "daß Karl mit seinem Zug auch eigene Ziele verfolgte. Wenn er etwa gleichzeitig dem Papst schrieb, die Sarazenen hätten einen Einfall in sein Reich geplant[6], so verbrämt er wohl mit dieser Formulierung einen Angriffskrieg oder gab Berichte seiner Besucher unkritisch weiter." Vielleicht versteht Karl sich aber bereits damals schon als ein Imperator und sein Reich als ein Imperium. Dann kann man seinem Spanienkrieg auch noch eine andere Deutung geben.

Expansionspolitik scheint bis heute ein Kriterium von Imperien zu sein. Imperien unterscheiden sich von gewöhnlichen Staaten dadurch, dass sie ihr Verhältnis zur politischen Umwelt nicht reziprok begreifen. Grenzen sind für Imperien überschreitbar. Von außen nach innen darf sie keiner mit bewaffneter Gewalt überschreiten, ohne mit massiver Gegenreaktion rechnen zu müssen, hier sind imperiale Grenzen denen der anderen Staaten ganz ähnlich. Für sich selber freilich nehmen Imperien in Anspruch, die Grenzen anderer Staaten zu überschreiten und sich in deren innere Angelegenheiten einzumischen, ohne dass das als ein eigentlicher Krieg anzusehen wäre. Es ist die zwangsläufige Folge des imperialen Selbstverständnisses als Ordnungs- und Friedensstifter. Imperien schreiben sich so eine besondere Aufgabe zu, durch die sie zum Garanten und Aufseher des Wohls der gesamten Menschheit werden.

Historisch betrachtet ist das in den meisten Fällen, so auch bei Karl keineswegs bloße Fassade gewesen, die nur zur Verdeckung purer Eigeninteressen errichtet worden wäre. Die Legitimationsideologien haben einen bestimmenden Einfluss auf die imperiale Politik ausgeübt. Offenkundig ist imperialen Machtbildungen nur dann größere Dauer beschieden, wenn sie von Eliten getragen werden, die von diesem weltgeschichtlichen Auftrag überzeugt und wie Karl bereit sind, sich den damit verbundenen Aufgaben zu unterziehen und den eigenen Lebensentwurf in den Dienst der imperialen Macht zu stellen.

Weltpolitische Legitimationsideologien von Imperien provozieren vor allem an der Peripherie und jenseits der Grenzen des jeweiligen Imperiums starke Reaktionen. An den Grenzen der Imperien scheiden sich die Geister: in Freunde und Unterstützer auf der einen Seite, in Hasser und Feinde auf der anderen Seite. Im Prinzip handelt es sich um Stellungnahmen zur imperialen Legitimationsideologie. Imperien und ihre Herrscher haben daher ein anderes Verhältnis zu ihrer politischen Umgebung als Bürger von Staaten. Die Imperien und Herrscher fragen sich, warum sie nicht mehr bewundert, geliebt und mit offenen Armen empfangen werden. Stattdessen werden sie oft in hohem Maße angefeindet und bekämpft.

Die historischen Tatsachen von Karls Expansionsversuch in die Peripherie seines Reiches sind schnell berichtet. Sie werden uns in der Vita Karoli Magni von Einhard (1991) am Zuverlässigsten aufgezählt:

Im Jahr 777 erging an Karl von den Vertretern der rebellierenden Partei der Mauren das Hilfeersuchen. Karl zitierte die Gesandtschaft nach Paderborn[7], wo er im Herzen des Sachsenlandes, von dem er damals annahm, dass er es endgültig unterworfen hatte, einen Reichstag abhielt und vermutlich mit dem Auftritt dieser Maurengesandtschaft nach dem Ende der Sachsenkriege seinen Großen einnm weiteren Krieg mit möglichen neue Landerwerbungen in Aussicht stellen konnte.

Karl zog 778 mit einem Heer über die Pyrenäen und belagerte vergeblich Zaragoza, die am Ebro gelegene Hauptstadt der Oberen Provinz des Al-Andaluz. Auf dem Rückweg eroberte er die christliche Stadt Pamplona, deren Mauern er schleifen ließ, "um eine Empörung zu verhindern."[8] Die vermutlich darüber verärgerten christlichen Basken verbündeten sich mit den Arabern und brachten einem Teil des Heeres eine empfindliche Niederlage bei. In dieser Schlacht fiel der bretonische Markgraf Roland. Diese Schlacht, die angeblich in Roncesvalles stattgefunden haben soll, ist der Ursprung einer der fruchtbarsten Sagenbildungen des Mittelalters. Einhard berichtete darüber nur knapp, er verschweigt uns sogar den Namen des Ortes.[9]

Mit Karls Rückzug waren zunächst einmal alle Blütenträume von einer Eroberung des gesamten Spaniens zerstoben und die karolingische Expansion beschränkte sich auf den Raum bis zum Ebro. Wir wissen aber, dass Karl geflohenen mozarabischen Christen, die er innerhalb seines Einflussgebietes an den Grenzen zur muslimischen Herrschaft ansiedelte, das Versprechen gab, dass er ihnen bei der Rückeroberung der muslimischen Gebiete helfen wollte (vgl. Dorn 1991: 160-176).

Weiter versuchte Karl im asturischen Königreich Einfluss zu nehmen. Asturien hatte sich nämlich von der maurischen Herrschaft befreit und in Oviedo unter Alfons II ein kulturelles Zentrum errichtetet (Herbers 1988: 49; Bronisch 1999: 1-40). Karl wollte in Asturien und in den mozarabischen Kirchensprengeln anstelle der westgotisch-mozarabischen Kirchenordnung die fränkisch-römische einführen (Vones-Liebenstein 1997: 453-505).


Der hl. Jakobus als Pilger, Santo Domin-
go in Pamplona, 2. Hälfte des 16. Jahrh.

Eine wichtige Rolle in der Abwehr dieser fränkischen und damit stadtrömischen Einflüsse spielte die legendenumwobene Entdeckung des Grabes des Apostels Jakobus zu Beginn des 9. Jahrhunderts im äußersten Westen des asturischen Reiches. Alfons II erkannte vermutlich sofort den kirchenpolitischen Stellenwert, der darin bestand, ein Apostelgrab in seinem Herrschaftsbereich zu besitzen. Die althergebrachte westgotisch-mozarabische Kirchenstruktur schien gleichsam geheiligt durch die Missionstätigkeit des Apostels Jakobus, dessen Würde besonders hoch zu veranschlagen war, galt er doch als Bruder des Herrn Jesus. Der König ließ darum auch sofort über dem Grab des Apostels die erste Kirche errichten. Damit war mit Hilfe des hl. Jakob die Einmischung von außen in die kirchlichen Verhältnisse Asturiens für lange Zeit erst einmal abgewehrt.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Karl der Große sowohl bei dem fehlgeschlagenen Kriegszug nach Zaragoza als auch bei seiner versuchten Einflussnahme auf die Kirchenordnung tatsächlich expansive Ziele verfolgte. Gleichzeitig wurde diesen Ansprüchen Karls auf spanischer Seite eine gewisse Vorsicht entgegen gebracht. Dafür spricht die Zurückhaltung des asturischen Reiches unter Alfons II trotz zeitweiliger gemeinsamer Interessen, die "Irrlehre" des Adoptianismus zu bekämpfen.[10]

Die Zeit nach Karls Tod und die Schwäche seiner Nachfolger ließen keine größeren Konflikte in Spanien ausbrechen und selbst Gebiete, die stärker unter karolingischem Einfluss standen, wie z.B. die Grafschaft Barcelona, lösten sich ebenso wie Navarra und Aragon immer stärker vom Karolingerreich ab (Lewis 1965).

Ein gewisses positives Andenken an den römischen Kaiser, der als fränkischer König ein angesehener Herrscher war, blieb zunächst noch in Spanien erhalten. Es wurde aber immer auch die Bedrohung, die von der Karolingerherrschaft für die politische und kirchliche Eigenständigkeit ausging, latent im Gedächtnis bewahrt, zumal sich auch weiterhin die westfränkischen Könige und ihre französischen Nachfolger immer wieder zur Legitimierung von Herrschaftsansprüchen auf die karolingische Herkunft bezogen.

Während im Norden sowohl für das sich verselbstständigende west- als auch für das ostfränkische Reich das imperiale Königtum Karls des Großen für die jeweiligen Herrschaftslegitimationen wichtig blieb[11], verblasste im 11. Jahrhundert die positiv besetzte Erinnerung an die Herrschaft Karls in Spanien immer mehr. Im Gegenteil, sie nahm sogar feindliche Züge an.

Am längsten hielt sich noch in Katalonien der Gedanke, irgendwie ein Teil des westfränkischen Reiches zu sein. Allerdings verschob sich auch in Katalonien im 12. Jahrhundert die Blickrichtung im Zuge der Reconquista in Richtung Süden. Doch blieb die positive Karlstraditon in Katalonien am längsten erhalten. So glaubte man in Girona, dass Karl der Große den dortigen Konvent gegründet habe. Im Spätmittelalter wurde wegen dieser Tradition auch die selbst im römisch-deutschen Kaiserreich recht zögerlich und dann allenfalls nur lokal von Aachen übernommene Verehrung Karls als Heiligen in Girona eingeführt. In Katalonien spielte die Karlstradition in der Mythenbildung eine gewisse Rolle, sie war aber nicht von tragender Bedeutung (vgl. Freedman 1988: 2-28).


Roncesvalles, Silo de Carlomagno, vor 1127

Eine besondere und wichtige Erinnerung an Karl den Großen findet sich bis heute auf dem Pass von Roncesvalles in Navarra, wo man den Höhepunkt der Schlacht, in der Roland den Tod fand, lokalisierte. Auf der Passhöhe errichtete man zu Ehren des Erlösers eine Kapelle, "quae dicitur Caroli Magni".[12]

Dieser Schlachtort spielte im 11. Jahrhundert eine wichtige Rolle in der französischen Epik, dem "Chanson de geste" und dem "Chanson de Roland", in denen Karl der herrliche Held ist, der über allen Verrat der Sarazenen triumphiert. Im Mittelpunkt steht also nicht Roland, sondern Karl und das wird in der mittelhochdeutschen Übersetzung des Pfaffen Konrad noch deutlicher hervorgehoben (vgl. Wunderli 1990). Im "Chanson de geste" wird für das Mittelalter das Karlsbild festgelegt: Karl ist der ideale Herrscher, der vorbildliche Lehnsherr, der ehrwürdige Greis, der Vasall Gottes und Wundertäter (vgl. Vones: 586). Karl ist der erste Kreuzritter, der Iberien bis Cordoba erobert hat. In diesem Feldzug rächte er den Tod des Roland und befreite die Christen von maurischer Unterdrückung. Dieses Bild Karls spielt noch eine Rolle in der Historienmalerei des 19. Jahrhundert, wenn der Maler Alfred Rethel diese Einnahme Cordobas an die Wände des Krönungssaals des Aachener Rathauses in einem übergroßen Fresko dramatisch in Szene setzt.


Dachrelief vom Karlsschrein im Dom zu Aachen:
Sarazenenschlacht, zwischen 1182-1212

Inzwischen hatte sich die Roncesvalles-Überlieferung besonders in Frankreich mit der Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela verbunden. Der Pass bei Roncesvalles ist auch heute noch eine der wichtigen Stationen des Camino de Santiago. Neben den bei Einhard genannten Orten Zaragoza und Pamplona werden im Mittelalter nun weitere Schlachtenorte des Frankenherrschers gezeigt, so z.B. Monjardin (bei Estella) und Sahagún, wo Karl wichtige Wunder gewirkt haben soll.[13] In der Kunst finden sich Motive des Rolandkampfes, so z.B. an einem Kapitell des romanischen Königspalastes in Estella (siehe: Felones Morrás 1999). Die Pilgerfahrt nach Santiago verbindet sich immer mehr mit der religiös legitimierten Reconquista. Der hl. Jakob kämpfte in den Schlachten himmlischerseits als "Maurentöter" mit für die gerechte Sache.


Rolands Kampf mit Farragut in Roncesvalles,
Königspalast in Estella, 12, Jahrh.

Die Franken, im Mittelalter in Nordspanien das Synonym für die Fremden, ließen sich am Rande des Camino in Siedlungen nieder, die von den nordspanischen Königen mit eigener Gesetz- und Gerichtsbarkeit privilegiert wurden. Französische Adelige kämpften mit in den Kreuzzugsschlachten gegen die Mauren. Sie eigneten sich in den "befreiten" Gebieten Territorialherrschaften an und wurden für immer sesshaft. Viele dieser Eroberungen wurden im Nachhinein Karl dem Großen zugeschrieben, wie er auch das Apostelgrab in Compostela entdeckt haben soll.


Dachrelief vom Karlsschrein: Der hl. Jakobus erscheint
Karl im Traum, zwischen 1182-1212

Nach der legendären Lebensbeschreibung des hl. Karls[14], die ihren bildlichen Ausdruck auf den Dachplatten des Schreins in der Aachener Krönungskirche fand, ist es sogar der Hl. Jakob selbst, der Karl beauftragt hat, nach Spanien zu ziehen, das Land vom Joch der Sarazenen zu befreien und auf der "Sternenstraße" in Galizien sein Grab zu finden.[15] Die Einnahme der Stadt Pamplona geschieht nur mit Hilfe des Apostels Jakobus, wobei der Sturz der Mauern von Pamplona mit denen von Jericho verglichen wird.[16] Karl wird in Spanien zum ersten heiligen Kreuzritter gegen die Sarazenen.[17] Beide Kaiser, der Auftraggeber des Karlsschreins von Aachen, Friedrich Barbarossa und der Vollender des Schreins, sein Enkel Friedrich II haben selbst das Kreuz genommen, um das Grab des Heilands in Jerusalem aus der Hand der Moslems zu befreien. Beide können sich auf Karl, den im Schrein zu Aachen ruhenden heiligen Ahnherren des heiligen römischen Reiche beziehen, der vom Apostel Jakobus als erster christlicher Kaiser in den Kreuzzug gesandt wurde.[18]


Der Karlsschrein (Schmalseite): Bischof Turpin,
Kaiser Karl, Papst Leo III, zwischen 1182-1212

Auf der Schmalseite des Aachener Karlschreins ist der Erzbischof Turpin von Reims (748?-794), Karls "Hofkaplan" zusammen mit Karl und Papst Leo III (795-816) plastisch dargestellt. Turpin soll ein Buch über die Taten Karls in Spanien verfasst haben, den so genannten Pseudo-Turpin (vgl. Klein 1986). Es spricht nach Herbers (1988: 50) einiges dafür, dass es in seiner heutigen Gestalt Anfang des 12. Jahrhundert verfasst worden ist und in den "Liber Sancti Jacobi" als viertes Buch eingefügt wurde. Damit wurden auch literarisch der Spanienfeldzug Karls des Großen und die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela zusammengefügt. Interessant ist, dass in den Bibliotheken der beiden Grabeskirchen, in der des heiligen Jakobus in Santiago de Compostela und in der des heiligen Karls in Aachen, sich bis heute wichtige Handschriften des Liber Sancti Jacobi befinden.


Karl der Große zieht nach Santiago: Aus-
zug aus Aachen, Liber Sancti Jacobi, Bib-
liothek der Kathedrale von Santiago,
12. Jahrh.

Mit dem Eindringen der Fremden, der Franci, in Spanien gewann der römische Messritus stärkeren Einfluss, wobei besonders die Verbindung der Könige von Leon-Kastilien mit der Reformbewegung des Klosters Cluny eine wichtige Rolle gespielt hat (Siegl 1974). Das geht nicht ohne Widerstand innerhalb des spanischen Klerus vonstatten. Deutlich zeigt das der satirische Tractatus Garsiae Canonici, der die vom Erzbischof von Toledo ausgehende "cluniziación" anprangert (Sackur 1826).

Anfang des 12. Jahrhunderts tauchten dann auch ausdrücklich negative Bilder Karls des Großen auf, dessen Franken während des Feldzugs von 778 wie Barbaren in Spanien gehaust hätten. Die Niederlage in Roncesvalles, die ihm von den Leuten aus Navarra zugefügt wurde, sei darum auch nichts anderes als Gottes gerechte Strafe über einen durch und durch verdorbenen König gewesen (vgl. Santos Coco 1921: 16ff. zit. bei Vones 2003: 589, Anm. 43). An die Stelle von Karl dem Großen wurde nun der Schlachtenhelfer Jakobus gesetzt, der als Nationalheiliger identitätsstiftend wirkte. An die Stelle von Roland und den Paladinen Karls des Großen traten die Helden der Reconquista, Rodrigo Díaz de Vivar und der später zum Nationalhelden stilisierte Cid, auf den viele Eigenschaften Karls übertragen werden. Es fehlt auch nicht an dem Versuch, den Cid wie Karl den Großen als Heiligen zu deklarieren (Smith 1976: 509-531).


Vincente Berdusán: St. Jakob als Schlachtenhel-
fer und Maurentöter, Pfarrkirche Santiago in Fu-
nes, 1665

Im 13. Jahrhundert erfuhr das negative Bild Karls des Großen eine weitere Verschärfung: Der Erzbischof von Toledo Rodrigo Jeménez de Rada, der Berater des Königs Alfons VIII und Ferdinand III von Kastilien berichtete in seiner spanischen Geschichte, dass Karl sich bei seiner Spanienexpedition als wortbrüchig erwiesen habe und dass gegen ihn Bernardo del Carpio als Befreier aufgestanden sei. Zusammen mit Alfons II. hätte er Karls Heer in Valcarlos angegriffen. Dabei sei das Heer des Rolands vernichtend geschlagen worden. Der Nachhut hätte Bernardo del Carpio zusammen mit arabischen Truppen so zugesetzt, dass Karl in sein Reich zurückgekehrt sei, ohne selbst jemals den Fuß auf spanischen Boden gesetzt zu haben. Wegen seines baldigen Todes hätte er einen geplanten Rachefeldzug nicht mehr verwirklichen können. Die Eroberungen von Spanien bis nach Cordoba, meinte der Erzbischof, müssten ins Reich der Fabeln verwiesen werden, wohin sie ja auch historisch tatsächlich gehören. Für ihn stand der gotische Ursprung der kastilischen Herrschaft im Vordergrund, und darin ist Karl fehl am Platz (vgl. Fernández Valverde 1987, zit. bei Vones 2003: 591, Anm. 53).

Interessant ist, je negativer Karl der Große im christlich-spanischen Mittelalter etwa ab 1160 beschrieben und zum Feindbild aufgebaut wurde, um so positiver wurde er in der jüdisch-spanischen Literatur zum Wohltäter der Juden stilisiert (vgl. Grabois 1966:5-41).

Ende des 14. Jahrhunderts finden wir wieder häufiger das Bild Karls des Großen in seiner alten Funktion als Spanienkämpfer gegen die Mauren. Der Großmeister des Johanniterordens, Juan Fernández de Heridia aus Aragon lässt die Karolinger Spanien erobern und greift zurück auf die Schilderung der Chronik des Pseudo-Turpin (vgl. Herbers 1984; Klein 1986)[19] und stellt die Taten Karls aufs Neue in die Tradition des Jakobsweges (vgl. Af Geijerstam 1964, zit. bei. Vones 598, Anm. 83). Es ist die Zeit, in der die ideologischen Spitzen und machtpolitischen Bedrohungen der französischen Karlstraditionen in Richtung Spanien nicht so ausgeprägt sind.

Inzwischen hatte sich Spanien in der Reconquista eine eigen nationale Identität geschaffen und braucht diese nicht mehr gegen Frankreich verteidigen. Die Ersetzung der Karlsbilder durch negative Folien und die Konstruktion eigener Helden, die wie der Cid oder der sagenumwobene Bernardo del Carpio größere Taten vollbracht haben als Karl der Große sind nicht mehr nötig. Man kann nun die karolingischen und französischen Traditionen ohne Angst vor Identitätsverlust in die eigenen nationalen Erzählungen integrieren.


Alfred Rethel, Die Schlacht von Cordoba,
Krönungsfestsaal des Rathauses zu Aachen, 1849


Anmerkungen:

[1] Simonde de Sismondi 1821: 217, zit. in Vones 2003: 577, Anm. 1; Kritisch zur Existenz einer "Spanischen Mark" äußert sich Engels 1961

[2] Anales Regni Francorum 1895: 50

[3] vgl. Herbers 1988: 47

[4] Anales Regni Francorum 1895: 51

[5] Anonymi vita Hludowici imperatoris 1838: 608, vgl auch Anales Mettenses 1905: 66

[6] So die Erwähnung von Karls Brief durch Papst Hadrian I. vom Mai 778, hg. Von W. Gundlach (MGH Epistolae III, 1892) S. 588

[7] Ich weiß nicht, ob diese Begegnung der Grund dafür ist, dass Pamplona und Paderborn im vorigen Jahrhundert eine Städtepartnerschaft eingegangen sind.

[8] Anales Regni Francorum 1895: 512.

[9] vgl. Baesecke 1948: 32-45, der den Schlachtort eher in der Nähe des Klosters Sierras im Tal des Aragon Subordán vermutet.

[10] Der asturische Mönch Beatus von Liébana bekämpfte erfolgreich diese Irrlehre und der adoptianistische Bischof Felix von Urgell wurde auf der Synode von Frankfurt 794 verurteilt, vgl. Heil 1965: 95-155 und Nagel 1998

[11] vgl. Vones 2003: 582 und die dementsprechenden Beiträge in: Kraus/Papst 2003, vgl. auch Kerner 1993

[12] In der Fundations- und Stiftungsurkunde des Bischofs von Pamplona, Sancho de Larrosa, für das Hospital und die Bruderschaft von Roncesvalles, 1127-1300, siehe Ostolaza 1978: 85-88, liest es sich so, dass in vertice montis qui dicitur Ronzabals eine capella Caroli Magni, famosissimi regis Francorum befand, in qua, ut incole testantur multa milia peregrinorum mortui sunt, quidam suffocati a turbine nivium quamplures vivi devorati ab impetu luporum. Es handelt sich um das spätere Hospital Santa Maria de Roncesvalles und die Erlöser-Kapelle an der Passhöhe Ibenata, die Kapelle Karls des Großen genannt wird.

[13] Die entsprechenden Bildunterschriften unter den Dachreliefplatten lauten: "Durch das Kreuzeswunder belehrt, wer im Kampf würd fallen, schließt in die Kirche Karl die Gezeichneten ein, eilt dann zur Feldschlacht." "Ein noch klareres Zeichen, wer morgen müsse von hinnen, räumt der Zweifel hinweg: es erblühen nächtens die Lanzen aller, die tags darauf zur Ewigkeit werden gerufen." Übersetzung: Grimme 1988: 130. Karl hat daraufhin die Todgeweihten während der Schlacht in eine Kirche eingeschlossen, um sie zu retten, doch: "Karl kommt siegreich zurück; er findet im Innern der Kirche tot die Ritter, voll Schmerz betrauert er sinnend ihr Schicksal." Übersetzung: Grimme 1988: 130

[14] Deutz/Deutz (Vita Karoli Magni) 2002

[15] Der entsprechende Text unter dem Dachrelief des Karlsschreins lautet: Karl, erhebe dich, komm! Ich will Dir Galizien schenken." Übersetzung: Grimme 1988: 130. Die zwei Sternenreihen der Milchstraße symbolisieren den Camino de Santiago zu Wasser und zu Lande.

[16] Der entsprechende Text unter dem Dachrelief des Karlsschreins zu Eroberung Pamplonas lautet: "Lange belagerte Karl Pamplona; er betete flehend: ‚Sankt Jacobus, Du riefst mich hierher, Dir folgte ich willig’. – Siehe da barsten die Mauern, es musste die Stadt sich ergebenen." Übersetzung: Grimme 1988: 130

[17] vgl. Deutz/Deutz 204-221

[18] Zum Kreuzugsgedanken in Spanien vgl. u.a. Bronisch 1998

[19] vgl. auch über die Bedeutung der Aachener Handschriften des Pseudo-Turpin bei Klein 1986a


Literatur

Anales Mettenses. Herausgegeben von F. Kurze (MGH SS rer. G [10] 1905

Anales Regni Francorum. Herausgegeben von F. Kurze (MGH SS rer. G [6] 1895

Anonymi vita Hludowici imperatoris. Herausgegeben von G. H. Pertz (MGH Scriptores II 1839: 607-648

Baesecke, Georg: Die Schlacht bei Ronceval in Einhards Leben Karls des Großen. In: Festschrift Paul Kluckhohn und Hermann Schneider, Tübingen 1948: 32-45

Bronisch, Alexander Pierre: Reconquista und Heiliger Krieg. Die Deutung des Krieges im christlichen Spanien von den Westgoten bis ins frühe 12. Jahrhundert, Münster i. W. 1998

Bronisch, Alexander Pierre: Asturien und das Frankenreich zur Zeit Karls des Großen. In: Historisches Jahrbuch 119/1999: 1-40

Deutz, Helmut und Irene: Die Aachener "Vita Karoli Magni" des 12. Jahrhunderts auf der Textgrundlage der Edition von Gerhard Rauschen unter Beifügung der Texte der Karlsliturgie in Aachen neu herausgegeben, übersetzt und eingeleitet, Siegburg 2002

Dorn, Franz: Die Landschenkungen der fränkischen Könige. Rechtsinhalt und Geltungsdauer, Paderborn/München/Wien/Zürich 1991

Einhard: Vita Karoli Magni. Übersetzt von E. Scherabon Fichow. Stuttgart 1981

Engels, Odilo: Abhängigkeit und Unabhängigkeit der Spanischen Mark. In: Spanische Forschungen der Görresgesellschaft. Gesammelte Aufsätze zur Kulturgeschichte Spaniens 17/1961: 10-56

Felones Morrás, Román: Los Caminos de Santiago en Navarra. Panorama No. 28. Pamplona 1999

Fernández Valverde, Juan (Hg.): Roderici Ximenii de Rada Historia de rebus Hispaniae sive Historica Gothica, CC. Cont. Med. LXXII, Turnholte 1987

Freedman, Paul: Cowardice, Heroism and the Legendary Origins of Catalonia. In: Past & Present 121/1988: 2-28

Grabois, Aryeh: Le souvenir et la légende de Charlemagne dans les textes hébraiques médiévaux. In Le Moyen Age 72/1966:5-41

Grimme, Ernst Günther: Der Dom zu Aachen. Architektur uns Ausstattung. Aachen 1994

Hägermann, Dieter: Karl der Große, Herrscher des Abendlandes, Berlin/München 2003

Heil, Wilhelm: Der Adoptianismus, Alkuin und Spanien. In: Braunfels, Wolfgang (Hg.): Karl der Große, Lebenswerk und Nachleben, Bd. 2, Düsseldorf 1965: 95-155

Herbers, Klaus: Der Jakobskult und der Liber Sancti Jacobi. Wiesbaden 1984

Herbers, Klaus: Karl der Große und Spanien – Realität und Fiktion. In Müllejans, Hans (Hg.): Karl der Große und sein Schrein in Aachen, Aachen 1988: 47-55

Kerner, Max: Karl der Große und Spanien – Zur Geschichte einer Legende. In: Die Säule am Rande des Kontinents. Die europäische Bedeutung spanischer Geschichte, Kultur und Politik, Aachen 1993: 57-83

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