Hans-Christoph Vogel

Special (September 2002)


zum 60. Geburtstag


Glückwünsche aus dem Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein

von Wilhlelm Klüsche

Im Geburtstagschor für den 60.Geburtstag von Christoph Vogel darf der Fachbereich Sozialwesen natürlich nicht fehlen. Wenn man mehr als 20 Jahre seines Arbeitslebens in einer Einrichtung verbracht hat, ist der 60.Geburtstag meist Anlass, die Ernte einzufahren. Dass es ein vollbeladener Heuwagen sein wird, ist sicher, wobei die Wegbegleiter immer nur einen Teil der Ernte sehen können.

Christoph Vogel hat in der Lehre früh die Bedeutung von Organisationsstrukturen, systemischen Vernetzungen und institutionellen Regelungen für die Soziale Arbeit erkannt und ins Bewusstsein der Studierenden gehoben. Ihn interessierte hierbei weniger der Aufbau und die Schaffung von Strukturen, sondern deren Folgekosten, insbesondere in ihren negativen Auswirkungen wie Lähmung der Initiative des Einzelnen, Beschränkung der Freiheit, Abhängigkeiten oder negativ sich auswirkende Regelungen. Die Hinterfragung solcher organisatorischer Bedingungen bringt Dynamik und Bewegung in eine Einrichtung und setzt sicher neue Kräfte frei.

Dass eine solche Sichtweise nun nicht zum Chaos vor Ort führt, verhindert seine freundliche und wohlwollend denkende Art, seine Verständigungsbereitschaft und Teamfähigkeit und seine Toleranz für die Position anderer. Christoph Vogel ist kein revolutionärer, sondern ein sanfter Veränderer.

In seinem Wissen über die Bedeutung der Entwicklung passender Organisationsstrukturen für jede Aufgabenstellung hat er am Fachbereich früh die Einführung von Sozialmanagement-Lehrinhalten aktiv unterstützt. Dies tat er bereits, als Effizienz, Effektivität und auch EDV und Computer mit Internetaustausch noch zu den negativ besetzten Reizworten im sozialen Milieu gehörten. Die problemlose und konfliktfreie Einführung von zwei Sozialmanagement-Studiengängen und die Verankerung von Sozialmanagement-Lehrinhalten im Studium der Sozialen Arbeit waren nur möglich, weil die Notwendigkeit solchen Praxiswissens von ihm mit verbreitet wurde.

Der Fachbereich wünscht ihm, dass das sich abzeichnende Ende des aktiven Arbeitslebens in froher Stimmung und guter Gesundheit erreicht wird, um sich anschließend der eigentlichen Lust aller Professoren hingeben zu können, unbelastet und unbeschwert über sich und die Welt nachzudenken.

Wilhelm Klüsche
Dekan des Fachbereiches Sozialwesen der Hochschule Niederrhein


Veröffentlichungsdatum: 22. September 2002


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