Mädchen und Jungen unterscheiden sich

Der Gender-Ansatz und seine Relevanz für die Gesundheitsforschung/Suchtprävention

von Sabine Krönchen (Februar 2003)


Vortrag gehalten am 8.11.2002 zum Themenbereich "Alkoholkonsum bei Jungen und Mädchen - zwischen Rausch und Ernüchterung" im Rahmen im der Landes-Suchtwoche "Sucht hat immer eine Geschichte" (MFJFG), veranstaltet von dem Mönchengladbacher Netzwerk Suchtprävention


Der Titel meines Beitrages zur heutigen Fachtagung, bzw. die gewählte Formulierung "Mädchen und Jungen unterscheiden sich", kann auf zwei Arten verstanden werden.

Zum einen in der passiven Grammatikform: Wissenschaftliche Beobachtungen im Rahmen von Studien – und auch unserer Alltagsbeobachtungen – beschreiben, dass sich Mädchen und Jungen bezüglich bzgl. des Vorkommens gesundheitsschädigenden Verhaltens unterscheiden. Jungen zeigen häufiger externalisierende Verhaltensweisen wie Alkoholkonsum, Konsum illegaler Drogen, treiben mehr Risikosport, zeigen eher riskantes Verhalten im Straßenverkehr bis hin zu gewalttätigem und kriminellem Verhalten.

Das Risikoverhalten von Mädchen wird hingegen als mehr internalisierend beschrieben: d.h. bei ihnen kommen Medikamentenkonsum und vor allem problematisches Essverhalten häufiger vor.

Zum anderen kann die Formulierung "Mädchen und Jungen unterscheiden sich" als aktive Grammatik verstanden werden: Mädchen und Jungen müssen sich unterscheiden, sie müssen deutlich machen, welcher Geschlechtergruppe sie angehören.

Dies müssen sie aktiv tun und zwar in einer solchen Weise, dass die anderen Gesellschaftsmitglieder ihre Botschaft entziffern bzw. lesen und sie als Mädchen oder Jungen einordnen können.

Als Menschen und als Gesellschaftsmitglieder unterliegen wir alle der Notwendigkeit, uns gegenseitig zu erklären, uns erkennbar zu machen, um auf diese Weise eine gegenseitige Orientierung und grundlegende Erwartungssicherheit im Umgang miteinander zu schaffen.

Auf diese Sichtweise möchte ich heute hier Ihre Aufmerksamkeit lenken vor allem deshalb, weil dieser Gender-Ansatz hilfreich ist, um geschlechterdifferentes Risikoverhalten bzw. gesundheitsgefährdendes Handeln in einem weiteren Kontext zu verstehen.

Im einzelnen möchte ich Ihnen den so genannten Doing-Gender-Ansatz kurz skizzieren, sowie die grundlegenden Entwicklungsaufgaben, welche heranwachsende Mädchen und heranwachsende Jungen zu bearbeiten haben, benennen, um daran anschließend gesundheitsgefährdendes Verhalten nicht nur als Bewältigungsstrategie sondern darüber hinaus als Darstellung nach Außen und als identitätsbildendes Handeln (also nach innen gerichtet) verstehen zu können.

Zum Abschluss möchte ich mit Ihnen meine Gedanken teilen, die sich für mich aus der Doing-Gender-Perspektive im Sinne möglichen Konsequenz für die präventive Arbeit ergeben.

Bevor ich mit der Skizzierung des Doing-Gender-Ansatzes beginne, möchte ich Sie anregen, sich ganz kurz – nur für sich selbst – an Ihre eigene Jugendzeit zu erinnern – und zwar im besonderen daran, was Ihnen besonders wichtig war, zu tun oder zu zeigen: Was war Ihnen wichtig, was Ihre Umwelt von Ihnen zur Kenntnis nehmen sollte bzw. von Ihnen sehen sollte.

Der Doing Gender Ansatz

"Wir haben kein Geschlecht, sondern wir tun unser Geschlecht" oder

"Wir werden nicht dadurch unterdrückt, dass wir Frauen bzw. Männer sind, sondern dadurch, dass wir Frauen oder Männer zu sein haben"

Dies sind zwei der geläufigsten pointierten Aussagen der Vertreterinnen und Vertreter des Doing-Gender-Konzeptes.

Geschlecht wird aus dieser Perspektive nicht mehr als naturgegeben angesehen. Vielmehr weisen biologisch-medizinische und ethnologische Studien darauf hin, dass unsere Vorstellung der Zweigeschlechtlichkeit – d.h. dass wir als Menschen entweder als Männer oder als Frauen vorkommen – eine soziokulturell entstandene Unterscheidungsleistung oder Unterscheidungspraxis darstellt.

Diese – in unserem Alltag - allem vorangehende und ständig vorgenommene Unterscheidung, ob wir es mit einem Mann oder einer Frau zu tun haben, hat die grundlegende Funktion, der Gesellschaft eine Struktur bzw. eine Ordnung zu geben. Praktisch vollzieht sich dieser Ordnungsprozess dadurch, dass auf die Kategorisierung in Männer und Frauen, den jeweiligen Geschlechtsvertretern entsprechende Positionen, Erwartungen, Wertigkeiten und Aufgaben zugeteilt werden.

Spätestens bei der Geburt wird die Klassifizierung vorgenommen und im weiteren Lebensprozess lernt das Kind, wie es als Mädchen oder als Junge sein muß und sein darf. Mit wachsendem Alter und spätestens ab der Pubertät lernen Heranwachsende nicht nur in und durch die Interaktion, sondern das Mädchen und der Junge unterliegt in umfassender Weise dem Zwang des gesellschaftlichen System der Zweigeschlechtlichkeit – denn außerhalb der beiden Geschlechter können wir noch nicht einmal andere Identitäten auch nur denken.

D.h. die Heranwachsenden müssen auf ihrem Weg zum Mann-Werden bzw. zum Frau-Werden aktiv werden und ihre Geschlechtszugehörigkeit nach außen deutlich machen.

Sie müssen sich so darstellen und so handeln, dass sie für ihre Umwelt lesbar und verortbar sind.

Daher liegt das Wie und die Auswahl der Darstellung als Frau bzw. als Mann nicht im Ermessen der oder des Einzelnen. Geschlechterstereotypen, Geschlechterrollen und ein selbstverständliches Wissen, wie Männer und wie Frauen sind liefern die Inhalte des Möglichkeitenhorizontes, aus denen sich das einzelne Individuum, seine Darstellungs- und Identitätsmischung zusammenstellen kann – und wie gesagt muss. Denn schließlich geht es bei der interaktiven Darstellung um das Erkannt-Werden bzw. um die Anerkennung durch den Anderen.

Die Entwicklungsaufgaben im Jugendalter

In unserer sogenannten enttraditionalisierten modernen Gesellschaft erscheint uns zurecht das Bild, dass junge Menschen eine vorgezeichnete Geschlechterrolle erlernen bzw. übernehmen müssen, als nicht mehr zutreffen und unzureichend.

Es gibt im traditionellen Sinne für Heranwachsende heute keine vorgezeichneten Lebenswege mehr. Jungen und Mädchen müssen sich aus dem vergrößerten 'modernen' Möglichkeitshorizont, ihre eigenen Lebensweg, ihre eigene Biographie komponieren.

Für Jungen und insbesondere für Mädchen sind die Optionen für die individuelle Lebensgestaltung größer geworden und damit auch die Qual der Wahl, was für eine Persönlichkeit man bzw. frau werden möchte und in welcher Weise man bzw. frau die Anforderungen der äußeren Welt – der Umwelt – mit den eigenen Bedürfnissen und Interessen ausbalancieren möchte.

Die Entwicklungsaufgaben, die Heranwachsende zu bewältigen haben – im einzelnen:

Körper

Verarbeitung organismisch-physiologischer Veränderungen
Befindensebene + Akzeptanz der von anderen wahrnehmbaren veränderten Erscheinung

Verselbständigung/Ablösung

Loslösung von familiärer Sphäre und unabhängig werden vom elterlichen Einfluss

Peers

Aufbau eines Freundeskreises bzw. intensiverer Beziehungen zu Gleichaltrigen des gleichen und des anderen Geschlechtes

Sexualität

Aufbau bzw. Entwicklung körperlicher, intimer (hetero- oder homosexueller) Beziehungen

Beginnende Zukunftsgestaltung (Beruf)

Entwicklung von Vorstellungen bzgl. einer Berufswahl und Strategien zur Zielerreichung (Ausbildung)

Beginnende Zukunftsgestaltung (privat)

Entwicklung von Vorstellungen bzgl. des Zusammenlebens mit Partner/-in und einer Familiengründung

Werte

Sich Klarwerden über eigene Werte und über die eigene Richtschnur fürs Leben

Selbstkonzept

Entwicklung der Gewissheit (zu wissen), wie und wer man/frau ist und was man/frau möchte

Identitätsentwicklung
Als Junge zum Mann als Mädchen zur Frau

Während nun diese einzeln identifizierten Entwicklungsaufgaben von ihrem Inhalt her für Jungen und Mädchen zutreffen, haben sie nicht die gleichen Bedeutungen für beide Geschlechter.

Dies wird fassbarer, wenn wir uns aus der Perspektive des Doing-Gender-Konzeptes ins Gedächtnis rufen, dass Menschen heute oft bereits vor ihrer Geburt verbindlich einer Geschlechtkategorie zugeteilt und in unserer gesellschaftliche Ordnung verortet werden.

Für Mädchen hat es eine andere Bedeutung, das Elternhaus zu verlassen als für junge Männer. Für Letztere ist es ein gewünschter und normaler Schritt weiter ins Leben. Für Mädchen kann es dies auch sein. Allerdings wird bei der Verselbständigung der Mädchen stets ihre höhere Vulnerabilität als Frau mitgedacht. (Opfer von Gewalt zu werden, zu sehr sexualisiert und ausgenutzt zu werden oder in Abhängigkeiten von Männern zu geraten.)

Im Bereich der Zukunftsplanung sind ebenfalls unterschiedliche Bedeutungsmomente offensichtlich. Der männliche Heranwachsende kann sich zunächst auf seinen beruflichen anvisierten Werdegang konzentrieren – und tut dies auch. Die Mädchen allerdings denken gleich ihre Zukunftswünsche bzgl. Partner und Familie mit – aus praktischem Anlass, der nicht näher erläutert werden muss.

Ich denke, anhand dieser nur kurz angerissenen Beispiele wird deutlich, worin diese geschlechtsdifferenten Bedeutungsmomente begründet liegen bzw. aus welchem Stoff sie gemacht sind.

Neben aller Erweiterung und Flexibilisierung weiblicher (und auch männlicher) akzeptierter Lebensformen und Sinngebungsmöglichkeiten, leben die traditionelle Geschlechtsstereotype und Normierungen weiter fort – und zwar in einer verdeckten und subtilen Weise. Vor allem in der Mode und den allgegenwärtigen Medien werden die dichotomisierten und hierarchisierenden Frauen- und Männerbilder reproduziert – im wahrsten Sinne in neuen Kleidern - und mit einem modernen Gesicht.

Den Heranwachsenden, welche sich zu Frauen und Männern heranbilden und sich als solche darstellen und erkennbar und damit anerkennbar machen müssen, mutet unsere Gesellschaft nicht nur eine vielfältige sondern eine äußerst widersprüchliche – fast schizophrene – Mixtur zu.

Gesundheitsschädigende Verhaltensweisen als Bewältigungsstrategien und als Element der Darstellung und der Selbstbildung

Durch die Gesundheitsforschung seit der 80-ger Jahre ist uns das Konzept, gesundheitsschädigenden Verhalten von Jugendlichen als geschlechtsspezifische Bewältigungsstrategie bekannt geworden.

Drogenkonsum aber ebenso auch der bei Mädchen dominierende Medikamentenabusus sowie die Essstörungen (vor allem die Anorexia nervosa) können als illusionäre Lösungen der Spannungen bei der Vermittlung/dem Ausbalancieren innerer und äußerer Anforderungen – eigener Bedürfnisse und umweltlicher Anforderungen - verstanden werden.

Sei es das kurzfristige Stärkegefühl oder ein Entspannungserleben durch die Droge, sei es der Schutz vor den weiblichen Formen und der Empfängnisfähigkeit.

In welcher Weise die Doing-Gender-Perspektive unser Verstehen jugendlichen Risikohandelns erweitern kann möchte ich an zwei Beispielen kurz anreißen:

Interaktive Selbstbildung in Peergruppen

Es ist allgemein anerkannt, dass dem Raum der Gleichaltrigengruppe eine besondere Bedeutung zukommt. Im interaktiven Austausch mit Geschlechtsgenossen und mit dem anderen Geschlecht – quasi im Spiegel bzw. in der Reaktion der Anderen von Annahme oder Ablehnung– erproben sich die Jugendlichen, stellen sich gegenseitig dar und bilden hierdurch ihr Selbstkonzept und ihre Identität als Jungen bzw. als Mädchen.

Jüngere Studien beschreiben für Jungenpeergroups das Phänomen, dass sich zunehmend Subkulturen herausbilden, in denen Härte, Stärke und Mut die vornehmlichen Werte und Zugehörigkeitskriterien darstellen. Gleich einem Selbstinitiationsritual inszenieren sich männliche Heranwachsende als 'richtige Kerle' bzw. 'als starke Männer'. Exzessiver Alkoholkonsum, harte Drogen und lebensgefährliche bzw. andere Menschen schädigende Mutproben sind (für die Jungen) die geeigneten und bevorzugten Medien. Lesbar sind diese bestärkenden Darstellungen als ein Versuch, die ihnen zugemuteten Widersprüche miteinander zu vereinbaren: der moderne Mann soll stark und weich zugleich sein. Und in der Tat könnte das Zulassen der eigenen Bedürftigkeit und Emotionalität als eigenes Bedürfnis von Jungen auch verspürt werden –zumindest ansatzweise. Die Grenze aber, wann die notwendige männliche Kompetenz und Potenz nicht mehr glaubhaft dokumentiert werden kann, d.h. wann der berufliche Erfolg und wann die Attraktivität als Sexual- und Liebespartner verspielt wird, das bleibt im Dunkeln. So gesehen versinnbildlicht das typisch männliche Risikoverhalten den gewünschten Gewinn von Sicherheit bzw. von Sicherung einer sozialen Position. Wann der Gewinn illusionär bleibt und wann die traditionelle männliche Dominanz von der Gesellschaft belohnt wird, ist eine interessante – aber unbeantwortete Frage.

In gemischtgeschlechtlichen Peergroups ist zunehmend das Phänomen zu beobachten, dass – obwohl die Mädchen sich nach eigenen Aussagen als gleichwertig und anerkannt beschreiben – das traditionelle hierarchische Geschlechterverhältnis inszeniert und damit reproduziert wird.

Angesichts der aufholenden und Gleichheit einfordernden Mädchen greifen die Jungen zu einer Jahrhunderte alten Bewältigungsstrategie: Sie sexualisieren die Mädchen, d.h. sie belegen die weiblichen Peers mit ausschließlich sexueller Bedeutung. Die Jungen nehmen die Mädchen nur als Objekt ihrer Begierde wahr. Dabei erhalten und behalten die Jungen die Definitionsmacht darüber, was Begehrenswert ist, und was den Wert des Mädchens ausmacht.

Eine ausgesprochen fatale Situation für die Mädchen, die ja gerade im Spiegel der Anderen die Anerkennung ihrer ganzen Person mit all ihren Facetten suchen. Da es den männlichen Peers um die Darstellung und das Erleben der eigenen Stärke und Potenz geht, ist es nicht verwunderlich, dass Sexy- und Begehrenswert-Sein aus einer Mischung von Schwäche bzw. Unterordnung - versehen mit einem Schuss weiblichem Fähig- und Fit-Seins - komponiert ist.

Die Darstellung weiblicher Attraktivität wird zu einer Sisyphosarbeit: So fähig und selbstbewusst zu sein, um die eigenen Interessen zu verfolgen oder sich so selbstbewusst darzustellen, um zeitgemäß und nicht altbacken und langweilig zu sein und dabei genügend Sanftheit und Bedürftigkeit zwecks Bestätigung und Bestärkung des männlichen Anderen auszudrücken, gerät mehr und mehr zur Quadratur des Kreises. Die Doppelbelastung der Frau – oft der Preis für die erweiterten Lebensgestaltungsmöglichkeiten – gerät zur Drei- ja sogar zur Vierfachbelastung. Zur Leistung im Beruf und in der Familienarbeit addiert sich die Leistung, Attraktivität herzustellen und zu erhalten sowie ein körperliches Fit-Sein, dass es erlaubt die Kinder zu gebären - gerade ohne dass Beruf und Attraktivität Einbußen erleiden.

Heranwachsende Mädchen sind mit diesen Widersprüchlichkeiten gesellschaftlicher Angeboten und Zumutungen konfrontiert. Typisch weibliches gesundheitsschädigendes Verhalten symbolisiert den Versuch, mit dieser Komposition leben zu können.

Denken Sie z.B. an die Körperbearbeitung des Diätens bzw. der Askese, um den Schlankheitsvorstellungen zu genügen – wobei gerade hier immer wieder die Markierungslinien verschoben werden: die Starmodelle werden immer dünner und die Berechnungsformeln für das Idealgewicht immer niedriger. Denken Sie an die zumeist angstmindernden und stimmungsausgleichenden Medikamente und denken Sie vor allem an den Boom der Schönheitsindustrie und -chirurgie. Immer mehr Menschen (nicht nur, aber vor allem Frauen) sind bereit, ihren Körper zu manipulieren und operativ in die attraktivste Form bringen zu lassen.

Konsequenzen für die präventive Arbeit

Ich denke, dass es deutlich geworden ist, wie relevant die Eckpfeiler der gesundheitspräventiven Arbeit sind: allem voran die Stärkung des Selbstwertgefühls (für Mädchen und Jungen), flankiert von Sachinformationen zu physiologischen und psychischen Abläufen von Sucht und Abhängigkeit und wie wichtig die kritische Auseinandersetzung mit den Angeboten der Gesellschaft – den geschaffenen Frauen- und Männerbildern - ist.

Ich möchte diesem lediglich einen Gedanken bzw. eine Herausforderung hinzufügen:

Die kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Angeboten und Zumutungen wird nicht greifen, wenn wir – die Erwachsenengeneration – uns selbst heraushalten.

Für Jungen und für Mädchen sind Modelle, wie ein Lebensentwurf gelingen kann, unerlässlich. Zu solchen Modellen gehören aber nicht nur die Erfolge – und ich wage zu sagen, dass es hierbei vor allem eben nicht um die vermeintlichen Rundumerfolge geht.

Denn zu diesen Modellen gehören gerade auch die gezahlten Preise und folglich die in ihnen enthaltenen Kompromisse. Gerade dafür könnten wir 'Alten' auch Modell sein – auch wenn wir dazu über den Schatten unserer eigenen Selbstdarstellung springen müssen – auch wenn wir dazu um eine (vermutlich nicht ganz schmerzlose) Selbstreflexion unseres eigenen Doing-Genders – unserer Verstricktheit in das System – nicht herumkommen.


Autorin

Prof. Dr. Sabine Krönchen

  • Professorin für Methoden der Sozialen Arbeit am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein
  • Diplompädagogin, Weiterbildung in Supervision, Institutionsberatung Systemic Management
  • Mitglied in der DGSv, Lehrende Supervisorin (SG)
  • Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Ressoucenorientierte Verfahren, Empowerment, Gender und Interkulturalität

eMail: sabine.kroenchen@hs-niederrhein.de


Veröffentlichungsdatum: 1. Februar 2003


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