Hypothesenbildung

von Heidi Neumann-Wirsig (September 2002)

Indikation:

Innerhalb von Fortbildungs- und Supervisionskontexten kann die Fähigkeit, systemische Hypothesen zu bilden, trainiert werden.

Vorgehensweise:

Kleinere Subsysteme einer größeren Gruppe (z.B. Paare, Triaden, Quartette) erhalten innerhalb des inhaltlichen Gesamtzusammenhanges zunächst eine normale Arbeitsaufgabe. Vor oder nach der Präsentation der Arbeitsergebnisse wird das Subsystem aufgefordert, seine Zusammenarbeit in einer Simultanskulptur (alle stellen sich gleichzeitig) unter Verzicht der Sprache auszudrücken. Die Skulptur wird ca. 1 Min. "eingefroren". Danach bilden die im Aussenkreis sitzenden Hypothesen. Der interpersonelle Charakter systemischer Hypothesen wird deutlich, wenn der Körperausdruck aller Skulpturbeteiligenten in die Hypothesenbildungen einbezogen wird. Das Zusammenfügen bzw. In-Beziehung-setzen mehrer linearer Hypothesen erleichtert ebenfalls das Erstellen einer systemischen Hypothese.

Die Skulpturbeteiligten können in der Auswertung bzw. Reflexion ihre Intentionen und die Wirkungen beschreiben.


Die Autorinn

Heidi Neumann-Wirsig

  • Geboren 1950, Dipl.-Soz.Arb.,
  • Supervisorin DGSv, Lehrsupervisorin in Deutschland und der Schweiz,
  • Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Supervision e.V. (DGSv) von 1989-1992,
  • Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Gesellschaft für Organisationsberatung, Training und Supervision BTS,
  • Leiterin der Supervisionsausbildung bei BTS,
  • Mitveranstalterin der Supervisionstage in Freiburg,
  • Trainerin und Coach in Wirtschaft und Verwaltung,
  • Veröfftlichungen zur Systemischen Supervision,
  • Forschungsschwerpunkt: Lösungsorientierte Beratung.

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Veröffentlichungsdatum: 22. September 2002


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