"Mehr Vielfalt durch Rauchstopp"

Hypnosystemische Raucherentwöhnung

von Björn Riegel (Juni 2007)

Bei diesem Artikel handelt sich um eine zusammengefasste Darstellung der Überlegungen und Ergebnisse, die jüngst unter dem Titel Rauchstopp mit Hypnose - Methoden in Theorie und Praxis (Riegel 2007) erschienen sind.

Im Folgenden werden die theoretischen Überlegungen zu einer innovativen Methode der Raucherentwöhnung dargelegt, in dem die beiden Bestandteile Systemtheorie und Hypnotherapie auf die Problemstellung des Nikotinabusus hin dargestellt werden. Die Konzeption des Programms Rauchstopp wird erläutert, ehe eine Studie zur Wirksamkeit dieses teilweise standardisierten Vorgehens vorgestellt wird. Diese Untersuchung ist in einem quasi-experimentellen Design mit zwei Experimental- und einer Kontrollgruppe durchgeführt worden. Die Abstinenz der Teilnehmer wurde zum Behandlungsende sowie nach einem Katamnesezeitraum von drei Monaten gemessen und betrug in der Hypnosebedingung 42,5 %.

Einleitung

Laut einer Pressenotiz aus dem Hamburger Abendblatt vom 31.5.2005 rauchen etwa 18 Millionen Menschen in Deutschland, von denen etwa ein Drittel aufhören möchte. Davon schaffen es lediglich 4 % ohne fremde Hilfe. Es ist unbestritten, dass der regelmäßige Konsum von Zigaretten eine erhebliche Gefährdung der Gesundheit darstellt (z.B. Haustein 1999; Doll et al. 2004; Kamholz 2006; zum Passivrauchen Raupach et al. 2005). Daher ist es ein Anliegen der Gesundheitssysteme, die Risiken durch den Tabakkonsum zu minimieren, indem nachweislich erfolgreiche Methoden der Raucherentwöhnung gefördert werden.

In Deutschland gelten neben dem Angebot der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung lediglich vier, vorwiegend verhaltenstherapeutisch orientierte Methoden als wissenschaftlich fundiert (IKK-Bundesverband 2006). Die hier aufgeführten Angebote konnten ihre Effektivität hinreichend nachweisen. Dies sind im Einzelnen: "Nichtraucher in 10 Wochen" vom Institut für Therapieforschung München (Bühler 2005); das "Freiburger Raucher-Entwöhnungsprogramm" (Lindinger & Mitschele 1996), "Nichtraucher in sechs Wochen" vom Wissenschaftlichen Aktionskreis Tabakentwöhnung (Batra & Buchkremer 2004; Batra et al. im Druck) sowie Kurse zu "Endlich Nichtraucher" von Allen Carr (Neuberger 2003). Dabei zeigen nahezu ausnahmslos alle Studien langfristige Erfolgsquoten zwischen 20 % und 25 %. Dabei übertrifft auch die Kombination mit Nikotinersatztherapie nicht die Grenze von 30 % abstinenten Teilnehmern nach der katamnestischen Untersuchung nach 12 Monaten (Batra, Schupp & Buchkremer, 1999). Lediglich Neuberger (2003) konnte für die Kurse nach der Carr-Methode nach 12 Monaten eine Erfolgsquote von 54 % nachweisen, wobei zu erwähnen ist, dass nur diese eine Studie existiert, um den Erfolg der Carr-Methode zu belegen, die zudem noch mit einigen methodischen Mängeln versehen ist.

Hypnotherapie gehört trotz großflächiger Verbreitung und der, durch den wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie, 2006 anerkannten Evidenz nicht zu den empfohlenen Verfahren der deutschen Krankenkassen. Daher war es ein Anliegen der unten beschriebenen Studie, eingebettet in die Systemtheorie, die Wirksamkeit der Hypnotherapie bei Raucherentwöhnungen zu untersuchen. Dazu ist es nötig, das Rauchverhalten aus systemischem Blickwinkel zu betrachten, was ein neues Licht auf diese Sucht wirft. Nach einer kurzen Einführung in die Theorie der Hypnose und der Verbindung der Systemik mit hypnotherapeutischen Techniken wird dann die Konzeption und Evaluation des Programms Rauchstopp beschrieben.

Rauchen aus systemtheoretischer Sicht

Die oben genannten Ansätze der Raucherentwöhnung basieren hauptsächlich auf physiologischen, verhaltenstherapeutischen und lerntheoretischen Überlegungen. Die Einbeziehung der Systemtheorie erweitert jedoch den Blick auf die Entstehung und die Aufrechterhaltung der Tabakabhängigkeit. Wichtige Eigenschaften von Systemen, mit denen man es in den Sozialwissenschaften zu tun hat, sind Komplexität, Dynamik, Offenheit, Zufälligkeit und veränderbare Stabilität (Witte 1981). Nach Willke (1993) sind soziale Systeme, so auch das System "Raucher", operativ geschlossen. Im Kern ist also das Rauchverhalten angelegt und aus diesem Verhalten entwickelt sich und handelt das System nach den Prinzipien der Autopoiesis (Maturana & Varela 1980). In dieser Tiefenstruktur ist das System von seiner Umwelt unabhängig. Theoretisch hat der Raucher unendlich viele Möglichkeiten, mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten, was als Kontingenz bezeichnet wird. Diese wiederum hängt vom Maß der Freiheitsgrade der Selbststeuerung ab, die den Selektions- und Entscheidungsprozess prägen. Maßgeblich dabei ist auch der Sinn, der die systemspezifischen Kriterien festlegt, z.B. durch Werte, Normen oder Überzeugungen. Narrative Ansätze der Systemtheorie sehen Sinnbildung im Erfinden von persönlichen Geschichten, mit denen der Raucher sich das Rauchverhalten plausibel macht.

Weitere genannte Eigenschaften wären Zufälligkeit, Dynamik und veränderbare Stabilität. Hierzu sagt Schmidt (2004): "Wer einigermaßen der Gleiche bleiben will, muss sich ständig verändern" (S. 20). Diese Eigenschaften lassen sich damit erklären, dass Teile des Systems unabhängig voneinander handeln können und die Wahl einer kontingenten Option auch die Nichtberücksichtigung anderer Möglichkeiten beinhaltet (Willke 1993). Demnach muss sich der Raucher in einem ständigen Entwicklungsfluss befinden, denn die Gründe für das Aufrechterhalten des Verhaltens ändern sich mit der Zeit.

Konkret lässt sich der Rauchbeginn als eine Auswahl aus kontingenten Möglichkeiten beschreiben, infolge dessen der Raucher die Komplexität der Umwelt mit immer derselben Auswahl des Rauchverhaltens reduziert. Das Suchtverhalten impliziert, dass die Freiheitsgrade dieser Wahl sehr eingeschränkt sind, d.h. es fehlt dem Raucher die Sicht auf andere Alternativen. Ziel einer Behandlung wäre damit eine Erhöhung der Komplexität, der Alternativhandlungen.

Ferner kann die Zigarette als Steuerungsmedium betrachtet werden, als ein "symbolisch codiertes Gerüst, welches jenen allgemeinen (generalisierten) Sinnzusammenhang abgibt, in welchen ganz unterschiedliche, spezifische Bedeutungen eingespannt werden können". Von Cranach (1990) weist außerdem auf die Geschichtlichkeit von Systemen hin, was bedeutet, dass die Aspekte der Vergangenheitsdeutung, des Gegenwartsverständnisses und der Zukunftsperspektive in die Selektion einfließen. So werden Bearbeitungsprozesse durch bestehende Schemata und Kategorien, welche selbst aus anderen überdauernden Dispositionen und Handlungszusammenhängen entstehen, angeleitet. Der Raucher raucht also, weil dies in der Tiefenstruktur des Systems angelegt ist und sich daraus stets neu bildet, da es auf diese Erfahrungen und Bestandteile zurückgreifen kann. Ergänzend wird hier auch schon dem hypnosystemischen Ansatz vorgegriffen. Schmidt (2004) hat bei Süchten zwei Anteile identifiziert: den Pflichtanteil und die Bedürfnisseite. Durch eine hohe Konzentration auf den erstgenannten Teil - und damit verbunden eine Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse - versucht der Betroffene unbewusst, sein Mangelerleben durch das Suchtmittel zu kompensieren. Über dieses Mittel kann das "Ich" nun in Kontakt mit den abgespaltenen Bedürfnissen kommen. Auch hier dient die Zigarette als Kommunikationsmedium.

Hypnotherapie

Hypnose gilt als eines der ältesten Heilverfahren der Menschheit, wurde allerdings erst ab dem 18. Jahrhundert systematisch untersucht und angewendet (Speziale-Bagliacca 2000). Für eine genauere historische Beschreibung wird auf die Darstellungen von Peter (2000; 2001) verwiesen. Der moderne hypnotherapeutische Ansatz geht zu großen Anteilen auf den amerikanischen Psychiater Milton H. Erickson (1901-1980) zurück.

Erickson arbeitete an einer differenzierten und stark auf die subjektive Realität des Klienten zugeschnittenen Form der Hypnose (Revenstorf 2001). Neben dieser individuellen Ausrichtung lässt sich der Ansatz als ziel- und ressourcenorientiert beschreiben. Ericksons ganzheitliche Sichtweise berücksichtigte sowohl die aktuelle Lebensphase des Klienten wie auch dessen soziale Einbettung (Gerl 1998). Eine Grundannahme bestand in der Überzeugung, dass der Klient bzw. dessen Unbewusstes, bereits genug Informationen, Fähigkeiten und Ressourcen zur Lösung des Problems besitzt. Diese konnten dann in der hypnotischen Trance aktiviert und zielgeleitet eingesetzt werden. Dabei merken verschiedene Autoren an, dass Erickson nur bei einer vergleichsweise geringen Zahl seiner Behandlungen eine Trance-Induktion im herkömmlichen Verständnis eingesetzt hat (Goleman 1977; Schmidt 2004). Viel öfter hat er sich stattdessen der Sprachmuster bedient, die zu einem Zustand fokussierter Aufmerksamkeit führen.

Eine übergeordnete Bedeutung erfährt der Utilisationsansatz (Erickson, Rossi & Rossi 1978). Sowohl die Auswahl der Suggestionen als auch der Interventionen sollte die eigenen geistigen Mechanismen und Verhaltensprozesse des Klienten stimulieren. Die Behandlung ist demnach auf den Patienten zugeschnitten, und es wird all das genutzt, was diesem bereits inhärent ist. Der Utilisationsansatz gilt als einer der wichtigsten Beiträge Ericksons zur klinischen Hypnose.

Inhaltlich verwandt damit ist die Potentialhypothese, also die Annahme Ericksons, dass alle Grundkompetenzmuster für eine gesunde Lösung von psychischen, psychosomatischen oder interaktionellen Problemen im Erfahrungsspektrum der Beteiligten gespeichert sind (Erickson & Rossi 1981).

Der hypnosystemische Ansatz

Der hypnosystemische Ansatz verbindet die Theorien der kompetenzaktivierenden Hypnotherapie von Erickson mit dem breiten Spektrum systemischer Methoden (zusammengefasst in von Schlippe & Schweitzer 2003; Bökmann 2000).

Beide Modelle gehen davon aus, alle Lebensprozesse mit dem Blick auf eine mögliche Beschreibung von Mustern zu verbinden (Schmidt 2005). Die Idee autopoietischer, sich selbst organisierender Systeme prägt das Verständnis des Patienten, und beide Theorien gehen von der Bildung von Unterschieden als Veränderungsmechanismus aus (Schmidt 2004). Schmidt sieht den Vorteil des hypnosystemischen Ansatzes in einer schnellen und nachhaltigen intrapsychischen und interaktionellen Änderung von Systemen mit Methoden der Aufmerksamkeitsfokussierung. Er führt unbewusste und unwillkürliche Prozesse als wertvolle Kräfte des Systems an, die therapeutisch aktiviert und genutzt werden können.

Ferner spielt die Sprache eine zentrale Rolle bei der Entwicklung, aber auch der Lösung menschlicher Probleme, woraus folgt, dass die Beratung ein interaktioneller Konstruktivismus ist, in dem Therapeut und Klient durch Sprachbenutzung zu alternativen Zielen und Lösungen kommen (Empt & Schiepek 1997).

In diesem Ansatz werden systemische Techniken, wie beispielsweise die Neu-Konstruktion der Realität oder das zirkuläre Fragen (von Schlippe & Schweitzer 2003) fruchtbar mit den hypnotischen Methoden kombiniert. Ferner lassen sich hier auch die Annahmen der Lösungsorientierten Kurzzeittherapie nach de Shazer (in Bamberger 2001) wiederfinden.

Das Programm Rauchstopp

Das Programm Rauchstopp wurde auf der Grundlage der Erkenntnisse physiologischer Forschungen, der Verhaltens- und Motivationspsychologie auf der Grundlage des hypnosystemischen Ansatzes entwickelt. Es handelt sich um eine Kurzzeit-Behandlung, die in Gruppen sowie im Einzelkontakt in vier Terminen durchgeführt werden kann. Die Grundhaltung des Behandlers lässt sich als ressourcenorientiert und wohlwollend beschreiben. Er fördert ganz im Sinne von Erickson (Erickson, Rossi, & Rossi 1978) und Rogers (vgl. Tausch 1973) die Entstehung eigener Strategien des Klienten und begleitet ihn auf dem Weg in die Abstinenz. Sowohl die Inhalte der Sitzungen als auch die Inhalte der Hypnose-Einheiten sind lediglich thematisch strukturiert, nicht aber konkret inhaltlich. Der Ablauf der Sitzungen ist in Ahnlehnung an Gerl (1997; Gerl & Freund 2001) in die drei Phasen der Motivationsklärung, der hypnotherapeutischen Arbeit und des Abschiedes von der Zigarette als treuem Begleiter eingeteilt.

Abbildung 1 zeigt die Elemente der einzelnen Sitzungen am Beispiel der Gruppenmethode. Zusätzlich zu den Einheiten in Anwesenheit des Behandlers bekommt der Klient zahlreiche Hausaufgaben und Handouts, um auch zwischen den Sitzungen konstruktiv an dem Thema zu arbeiten und damit auch im Alltag zu verankern.

Ablauf der Gruppensitzungen

1. Sitzung

  • Klären der Rauchergeschichte und Motive
  • Vertrag
  • Was ist Hypnose?
  • Benennung des angestrebten Zustands
  • Durchführung Creative Imagination Scale (CIS)
  • "Vom Mut, eine Probe zu wagen"
  • Hausaufgaben & Handouts

2. Sitzung

  • Ambivalenzarbeit
  • Tag X erklären
  • "Dehypnotisieren" der Eigensuggestionen
  • Zeitprogression: Ergebnisbild
  • Hausaufgaben & Handouts

3. Sitzung

  • Reframing
  • Abschiedsbild: Drehbuch entwickeln
  • Imagination zur Selbstwirksamkeit
  • Swish-Muster
  • Entspannung und Selbsthypnose
  • Hausaufgaben, Handouts & CD

4. Sitzung

  • Reframing
  • Vertiefung Selbsthypnosetraining
  • Sicheren Ort festigen
  • Ideomotorik und Zigarettenabschied in Trance
  • Zigarettenabschied besprechen
  • Tipps, Tricks, Reste


Abbildung 1: Ablauf der Sitzungen in der Gruppenbehandlung

Betrachtet man die einzelnen Elemente der hypnosystemischen Raucherentwöhnung, lässt sich deren Zusammenspiel am besten mit dem Bild einer Fußballmannschaft beschreiben. Egal wie gut der einzelne Spieler ist, die Mannschaft kann nur erfolgreich sein, wenn alle Teile effektiv zusammenspielen. Vor allem bei einem so komplexen Geschehen wie einer Sucht kann eine kurze Behandlung mit wenigen standardisierten Elementen nur in Ausnahmefällen wirksam sein. Dies deckt sich auch mit den Erkenntnissen entsprechender Metaanalysen (Holyrod 1980; Agee 1983). Die Mannschaftsaufstellung der hypnosystemischen Raucherentwöhnung ist in Abbildung 2 dargestellt. Diese Aufstellung lässt sich auch auf andere Bereiche der Suchttherapie übertragen.



Abbildung 2: Mannschaftsaufstellung der hypnosystemischen Raucherentwöhnung

Methode

Das Programm Rauchstopp wurde in einem Experimental-Kontrollgruppen-Design evaluiert. Die Kontrollgruppe bestand aus Rauchern, die mittels Selbsthilfe-Literatur und unterstützenden Materialien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Abstinenz anstrebten. Als Selbsthilfe-Literatur wurde das mit einer Auflage von über zwei Millionen Exemplaren meist verkaufte Buch zu diesem Thema gewählt: Endlich Nichtraucher von Allen Carr. Dies steht auch aus methodischer Sicht der Hypnotherapie nahe, da sich als Hauptelement die direkte Suggestion (allerdings aversiver Tönung) genannt werden kann.

Die Experimentalgruppe teilt sich in zwei Untergruppen auf. Mit einem vergleichbaren Behandlungsplan wurden sowohl Raucher im Einzelsetting als auch in Gruppen mit maximal zwölf Teilnehmern eingeschlossen. Neben der Erfolgsmessung wurden folgende Daten erhoben: Die Stärke der körperlichen Abhängigkeit mittels des Fagerströmtest (Bleich Havemann-Reinecke, & Kornhuber 2002), mit der Symptomchecklist (SCL-90: Franke 1995) die psychische Belastung, das Ausmaß der Suggestibilität mit der Creative Imagination Scale (CIS: Wilson & Barber 1978) und die Veränderung nach Behandlungsende mit dem VEV (Zielke & Kopf - Mehnert 1978).

Der Ablauf der Datenerhebung ist in Abbildung 3 dargestellt.



Abbildung 3: Ablauf der Datenerhebung

Ferner wurden mittels qualitativer Interviews im Rahmen der Behandlung den Fragen nachgegangen, (1) mit welcher Motivation der Rauchstopp angestrebt wird; (2) welchen positiv konnotierten Begriff die Raucher für die Zeit der Abstinenz finden (statt der üblichen Definition des Nichtrauchers).

Beschreibung der Stichprobe

Die Teilnehmer der Studie wurden über Anzeigen in Zeitungen und im Internet sowie durch Flyer und Aushänge angeworben. Die Behandlung war kostenfrei. Insgesamt konnten in die drei Versuchsbedingungen 101 Raucher eingeschlossen werden. Dabei reduzierte sich die Stichprobe durch Dropout während der Behandlung auf 80 Personen. Von weiteren 25 Personen liegen keine Katamnesedaten vor. Daher kann lediglich über 55 Probanden eine Aussage über die mittelfristige Wirkung getroffen werden. Diese 54,5 % der ursprünglich angeworbenen Stichprobe sollen im Folgenden kurz beschrieben werden.

Die Experimentalgruppe teilt sich in Einzelbehandlungen mit 12 Teilnehmern und Gruppenbehandlung mit 28 Teilnehmern auf. Die Vergleichsgruppe besteht aus 15 Personen. Hinsichtlich der Variablen Geschlecht, Motivation, Status der Partnerschaft, berufliche Situation und Bildungsniveau zeigen sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen. Auch die Testwerte hinsichtlich der Nikotinabhängigkeit, der Symptombelastung und der Suggestibilität lassen keine nennenswerten Unterschiede erkennen. Lediglich beim Alter differierten die Kontrollgruppe (33,0 Jahre) und die Gruppenbehandlung (44,6 Jahre).

Ergebnisse

Die kurzfristige Abstinenzquote zum Ende des Programms liegt in der Behandlungsgruppe mit 72,5 % im üblichen und erwarteten Bereich. Dahingegen liegen die Teilnehmer der Vergleichsgruppe mit 46,7 % unterhalb der von Schönberg (2000) berichteten erwarteten Erfolgsquote nach einer klinischen Intervention von 70 bis 80 % erfolgreichen Klienten. Jedoch zeigen sich diese Unterschiede statistisch nicht signifikant. Dies lässt sich durch ein generelles Manko der Studie erklären: Die Zahl der letztlich verwertbaren Datensätze der Klienten ist sehr klein, so dass statistisch signifikante Ergebnisse nur bei sehr großen Effekten zu erwarten sind.

Die Abstinenzquote nach drei Monaten von 42,5 % in der Hypnosebehandlung scheint den 20,0 % der Vergleichsbedingung überlegen, jedoch ist dieses Ergebnis ebenfalls nicht signifikant. Dennoch ist bei einer Betrachtung der Zahlen auffällig, dass die Hypnoseteilnehmer deutlich über der Rate der gängigen Spontanremission von 10 bis 15 % liegen (vgl. Schönberg 2000). Außerdem sind zu beiden Messzeitpunkten prozentual mehr Männer rauchfrei als Frauen. Dies ist umso erstaunlicher, da deutlich weniger Männer für die Studie gewonnen werden konnten. Da auch diese Unterschiede keine Signifikanz aufweisen, können sie nur vorsichtig dahingehend interpretiert werden, dass die Hemmschwelle der Männer, sich zu einem solchen psychologischen Programm zu melden, höher liegt als bei Frauen. Wenn jedoch diese Schwelle überschritten wird, ist die Motivation und Entschlossenheit zur Abstinenz sehr hoch.

Es wurden auch jene Teilnehmer betrachtet, die zu den verschiedenen Messzeitpunkten nicht rauchfrei waren. Hierbei zeigt sich bei beiden Gruppen eine signifikante Reduktion der Werte im Fagerströmtest, der das Ausmaß an Nikotinabhängigkeit misst. Jedoch ist diese Veränderung nur bei der Hypnosegruppe auch klinisch relevant. Dies bedeutet, dass die Werte im Fagerströmtest unterhalb des kritischen Wertes von vier Punkten liegen. Dieser Wert trennt die körperlich abhängigen von den psychisch abhängigen Rauchern. Der Effekt der Reduktion bleibt in der Behandlungsgruppe auch nach drei Monaten signifikant, während sich dies bei der Vergleichsgruppe nicht bestätigen lässt. Somit haben auch die Teilnehmer der Hypnosegruppe mittelfristig von der Methode profitiert, die das Ziel der Abstinenz nicht erreicht haben. Es lässt sich vermuten, dass diesen Menschen eine längerfristige Begleitung mehr geholfen hätte, als der zeitlich begrenzte Rahmen der Studie. Hier konnte nur der Grundstein für eine Abstinenz gelegt werden, ohne das Ziel im Rahmen des Programms zu erreichen.

Dagegen scheint offensichtlich, dass die Effekte der Buchlektüre recht schnell wieder verschwinden, da sie bereits nach drei Monaten deutlich zurückgegangen waren. Ähnliche Ergebnisse lassen sich auch bei der Begutachtung des FTNA-Items feststellen, welches die Höhe des Zigarettenkonsums misst. Hierbei zeigt sich, dass die Veränderung von hohem Konsum zu Beginn hin zu einer niedrigeren Anzahl gerauchter Zigaretten in der Behandlungsgruppe zu beiden Messzeitpunkten sehr signifikant ist. Bei der Vergleichsgruppe ist diese Änderung wiederum nur kurzfristig festzustellen. Nach drei Monaten ist der Konsum wieder angestiegen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass man von der Teilnahme an der Hypnosebehandlung mit großer Wahrscheinlichkeit profitiert, da nahezu jeder zweite auch nach drei Monaten noch rauchfrei war und auch bei denen, die das Ziel der Abstinenz nicht erreichen konnte, eine deutliche und anhaltende Reduktion der Werte im FTNA und der Konsumhöhe verzeichnet werden konnten. Dies ist in einem solchen Ausmaß in der Vergleichsgruppe nicht zu beobachten.

Weiterhin sollte untersucht werden, ob sich die Teilnehmer der Einzelbehandlungen von denen des Gruppensettings unterscheiden. Hier besteht generell die Ansicht, dass Gruppen in der Raucherentwöhnung keine schlechteren Erfolgsaussichten haben (vgl. Schönberg 2000; Schweizer 2003), während traditionell die Meinung besteht, dass Hypnose ein Verfahren zur Behandlung Einzelner ist und somit eine Gruppenmethode nicht so effektiv sein kann wie der Einzelkontakt (Erickson & Rossi 1978; 1981). In der vorliegenden Studie konnten keine Unterschiede zwischen Einzel- und Gruppenbehandlung festgestellt werden.

Aus den hier genannten Ergebnissen lässt sich also die Erkenntnis stärken, dass die ökonomischere Gruppenbehandlung mindestens genauso erfolgreich sein kann, wie die individuelle Einzelbehandlung. Neben den leicht erhöhten Abstinenzwerten zeigt sich vor allem bei den Klienten, die weiterhin rauchten, eine deutliche anhaltende Reduzierung der Werte im Fagerströmtest und in der Konsumhöhe. Es bleibt spekulativ, ob eine höhere Fallzahl, vor allem in der Einzelbehandlung, die gefundenen Unterschiede nivellieren kann. Die Vermutung, dass hohe Suggestibilität mit mehr Erfolg einhergeht, konnte nicht bestätigt werden. Gerl (1998) führt zu diesem Thema an, dass Suggestibilität ein operationalisiertes Konzept ist und daher nicht als Prädiktor für Therapieerfolg gelten kann. Da es bei dem evaluierten Programm explizit das Ziel war, mittels verhaltenstherapeutischer und motivationstheoretischer Methoden auch Menschen anzusprechen, die von Hypnose allein nicht sehr stark profitieren würden, können die nicht vorhandenen Zusammenhänge in diesem Programm als Erreichen dieses Zieles interpretiert werden.

Als möglicher Einflussfaktor wurde die psychische Belastung mit der Symptom-Check-List (SCL) gemessen. Da die SCL die Belastung der letzten sieben Tage misst, kann nur die Belastung zum jeweiligen Messzeitpunkt mit der Abstinenz in Bezug gesetzt werden. Dabei zeigt sich zum Katamnesetermin lediglich bei der Gruppenbehandlung ein signifikantes Ergebnis. Demnach haben die erfolgreichen Teilnehmer einen niedrigeren Durchschnittswert als jene, die weiter oder wieder rauchten. Damit kann die allgemein geäußerte Auffassung, dass man an einer Raucherentwöhnung nicht teilnehmen sollte, wenn man sich zur selben Zeit in einer belastenden oder fordernden Situation befindet, zumindest für die Teilnehmer der Gruppenbehandlung bestätigt werden. Psychische Gesundheit wirkt sich somit positiv auf den Behandlungserfolg aus. Schweizer (2003) empfiehlt als Konsequenz aus diesen Erkenntnissen, dass Klienten parallel zur Raucherentwöhnung auch noch andere psychologische Probleme therapeutisch begleitet modifizieren sollten.

Der vermutete positive Zusammenhang zwischen der erlebten Veränderung (gemessen mit dem VEV) und der Abstinenz konnte nicht nachgewiesen werden, da 68 % der Teilnehmer eine Nullveränderung angaben. Die Kurzzeitbehandlung des vorliegenden Programms scheint nicht ausreichend, um nach der letzten Sitzung eine entscheidende allgemeine Veränderung des Erlebens und Verhaltens zu vermerken.

Ein Ziel jeder Therapieevaluation soll auch im Aufdecken möglicher schädlicher Effekte der Behandlung für die Klienten bestehen. Neben der erwähnten Nullveränderung und einigen mäßigen bis sehr starken Verbesserungen gaben zwei Klienten im Einzelsetting eine sehr signifikante Verschlechterung an. Hierbei ist zu erwähnen, dass die Daten des VEV nach der letzten Sitzung erhoben wurden und viele Teilnehmer von negativem Erleben in Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Sucht berichteten. Dies galt sowohl bei denen, die abstinent waren, als auch bei denen, die dies nicht schafften. Eine Erklärung können da die von Köhler (2001) beschriebenen Symptome des Entzugs liefern. Es bleibt daher weiterer Forschung vorbehalten, die kurzfristige und langfristige erlebte Veränderung nach einer Raucherentwöhnung zu untersuchen. Dieses Thema wurde bei den meisten Studien bisher ausgespart.

Die Untersuchung der soziodemographischen Daten deuten darauf hin, dass die Abstinenz unabhängig von den hier erhobenen Variablen ist. Dies bestätigt die Ergebnisse von Schweizer (2003). Lediglich beim Alter zeigt sich die Tendenz, dass abstinente Teilnehmer älter sind als diejenigen, die weiterhin rauchen.

Während des Erstgesprächs wurden auch die konkreten Motive der Teilnehmer erfragt. Neben den erwarteten Hoffnungen und Ängsten in Bezug auf die eigene Gesundheit spielt vor allem das seelische Wohlbefinden eine entscheidende Rolle. Dies wirft auch ein neues Bild auf die Suggestionen der Werbung, da sich die Raucher nicht entspannt, überlegen oder wohl fühlen. Vielmehr sehen sie sich weit entfernt von einem idealen Selbst. Finanzielle Motive wurden ebenfalls häufig genannt, sind aber nicht annähernd so schwerwiegend, wie die körperlichen und seelischen Motive.

Aus einer ressourcenorientierten Sicht wurden die Klienten befragt, welchen Namen sie dem rauchfreien Zustand geben würden. Dabei stellte sich heraus, dass die Ansichten des Zielzustandes sehr heterogen sind. Als Essenz der Wortsammlung wird "frei" als positiv konnotierten Namen für die Abstinenz vorgeschlagen.

Von den 101 Teilnehmern, die ursprünglich an der Studie teilgenommen haben, brachen 21 Klienten die Behandlung vorzeitig ab. Dies entspricht 20,8 % und ist laut Rossi et al. (1999) eine gängige Drop-Out-Quote für Suchtbehandlungen. Im Vergleich zu denen, die die Behandlung abgeschlossen haben, zeigten sich weder hinsichtlich der soziobiographischen Daten noch hinsichtlich der Werte in den psychologischen Tests bedeutsame Unterschiede. Aufgrund der erhobenen Daten lassen sich somit keine Vorhersagemöglichkeiten oder Erklärungen für den Behandlungsabbruch finden. Daher wurden möglichst viele der ausgeschiedenen nachträglich telefonisch befragt. Von den fünf häufigsten Motiven für Therapieabbruch, die Schulz, Winkler und Schröder (1999) nennen, ist lediglich die Unzufriedenheit mit der Methode für fünf Teilnehmer ein Grund für ein vorzeitiges Ende gewesen. Die anderen Teilnehmer nannten Krankheit, Terminschwierigkeiten oder die Ãœberzeugung, die Abstinenz bereits erreicht zu haben, als Motive. Die meisten jedoch gaben an, persönliche Stressoren als derartig belastend erlebt zu haben, dass ein Rauchstopp zu dem Zeitpunkt nicht möglich war. Dies bestätigt den oben bereits genannten Aspekt, dass vor Beginn der Behandlung abgeklärt werden soll, ob eine Raucherentwöhnung aktuell zu bewältigen ist. Ferner könnte im Rahmen längerfristiger Behandlung auch an diesen hindernden Themen gearbeitet werden.

Ausblick

Die Durchführung der Studie im Rahmen einer Diplomarbeit und die damit verbundene Limitierung der Ressourcen führte zu verschiedenen Einschränkungen der methodischen Güte, vor allem im Umfang der Stichprobengröße, der fehlenden Randomisierung, Dauer des Katamnesezeitraums oder auch im Hinblick auf den Rosenthal-Effekt.

Weiterhin zeigten die Rückmeldungen der Teilnehmer, dass sich viele eine intensivere Unterweisung in Entspannungs- und Selbsthypnosetechniken gewünscht hätten. Somit sollte für eine Weiterentwicklung des Programms mehr Übungszeit für diese Techniken geplant werden. Nur regelmäßiges Üben kann zu einer effektiven Anwendung führen. Wichtig für eine erfolgreiche langfristige Anwendung von Entspannungstechniken ist ferner die Erfahrung und Überzeugung, dass sie für den Klienten praktikabel und wirksam ist. Dafür ist es nötig, mehr Zeit aufzuwenden, um Lernerfolg und Motivation zu steigern. Ein weiterer Wunsch der Klienten war ein zusätzlicher Termin im Anschluss mit einer mehrwöchigen Pause zur letzten Sitzung. Schweizer (2003) führte solch eine Auffrischungssitzung in ihrer erfolgreichen Studie durch, wobei dieser zusätzliche Termin eher zur Datenerhebung gedacht war. Ein weiterer in zukünftiger Forschung zu überprüfender Punkt ist der motivierende Einfluss der Eigenfinanzierung der Raucherentwöhnung. In der vorliegenden Studie war die Teilnahme kostenlos, wobei die Klienten um eine frei wählbare Unkostenbeteiligung gebeten wurden. Eine hypnotische Raucherentwöhnung kostet im Regelfall jedoch einen nicht unbeträchtlichen Betrag, den der interessierte Klient selbst aufbringen muss. Es lässt sich vermuten, dass die weniger motivierten Raucher eher von einer kostenpflichtigen Entwöhnung absehen, als es bei einem solchen kostenfreien Forschungsprojekt der Fall ist. Weiterhin lässt sich vermuten, dass der finanzielle Aufwand selbst einen motivierenden Effekt hat. Ebenfalls ungeklärt sind die Befunde zur Befindlichkeit infolge einer Raucherentwöhnung. Der VEV erwies sich hier als wenig änderungssensitiv, was sich aus seiner Entwicklung im Rahmen einer längerfristigen Gesprächspsychotherapie erklären lässt. Es gibt Hinweise, dass kaum gravierende negative Veränderungen stattfinden. Aufgrund der dysphorischen Wirkung (Köhler 2001) und der aufgehobenen anxiolytischen Wirkung (vgl. Schweizer 2003) durch den Nikotinentzug lassen sich durchaus kurzfristige Verschlechterungen der Befindlichkeit erwarten, die dann das Aufrechterhalten der Abstinenz erschweren. Hierzu kann zukünftige Forschung Aufklärung bringen, um das Aufrechterhalten der freien Phase zu unterstützen.

2007 bis 2009 wird in einer von der Milton-Erickson-Gesellschaft (MEG) finanzierten Studie diesen Fragen nachgegangen, indem eine multizentrische Praxisevaluation durchgeführt wird. Hier wird sich außerdem zeigen, inwieweit die Ergebnisse aus experimentellen Studien auch auf den Praxisalltag in Deutschland übertragbar sind. Es besteht im deutschsprachigen Raum ein Mangel an diesen Studien, die das Ziel haben, die Realität abzubilden, so dass es wünschenswert wäre, Methoden der Raucherentwöhnung nicht nur aufgrund ihrer Daten im experimentellen Rahmen zu beurteilen, sondern vor allem aufgrund der Implementierung, Akzeptanz und Wirksamkeit in der alltäglichen Anwendung.


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Autor

Björn Riegel

  • geb. 1981,
  • Studium der Psychologie und Sexualwissenschaften in Hamburg,
  • Praktikum und Ausbildung bei der Studentischen Telefon- und E-Mail-Seelsorge Hamburg,
  • Ausbildung in klinischer Hypnose und Mitarbeit am Milton Erickson Institut Hamburg; Schwerpunkt Raucherentwöhnung,
  • ehrenamtliche Mitarbeit im ambulanten Hospizdienst,
  • Aufbau eines offenen Trauercafes in Hamburg,
  • Mitarbeit im Internetforum der Deutschen Angstselbsthilfe (DASH),
  • Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten mit Vertiefung in Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie.

www.hypnose-projekt.info


Veröffentlichungsdatum: Juni 2007


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